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Osterfeuer Kemoding 2003
Das Feuer ist schon im Altertum den Menschen und
Göttern heilig gewesen.
Die sechs Vestalinnen (altrömische Priesterinnen der Vesta)
hatten dafür zu sorgen, daß niemals das heilige Feuer
ausging. Das Osterfeuer steht als Symbol für die Sonne. Sie
ist der Mittelpunkt unseren Lebens. Ohne die Sonne ist kein Leben
auf unserer Welt möglich. Mit den Osterfeuern wurde im Frühjahr
die Sonne begrüßt. Sie galten auch als Kult zur Sicherung
der Fruchtbarkeit, des Wachstums und der Ernte. Die Bedeutung der
Frühlingsfeuer wurde im Frankenreich des 8. Jahrhunderts auf
Gott und Jesus übertragen. Der Glauben ist das Osterlicht Ausgangspunkt
unseres Lebens. Weiter steht die Sonne als Sieger über den
Winter und als Erwachen nach einer langen kalten Zeit. Genauso kann
das Erscheinen von Jesu gedeutet werden.
Bisher war die Tradition überwiegend im Norden Deutschlands
beheimatet. Seit einiger Zeit verbreitet sich der Brauch des Osterfeuers
auch in Bayern. Die Kemodinger die immer schon ihrer Zeit etwas
voraus waren entzündeten heuer zum zweitenmal das Osterfeuer
bei der Kemodinger Kapelle.
Vorausgegangen war eine "Ostereiersuchfreude" (frei nach
Pumuckel) für die kleinen Kemodinger. Das Feuer symolisiert
in Kemoding auch die Verbundenheit mit ihren "Nordis"
eine Verbindung die sich an den Ortschaften Cappeln und Rüschendorf
im Oldenburger Münsterland festmachen läßt. Seit
einer Landjugenbegegnung im Jahr 1975 ist die Verbindung ins Land
der Osterfeuer nie abgerissen.
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